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Welche Unterlagen benötige ich bei einem Hausverkauf

Hier ist eine Übersicht aller wichtigen Dokumente, unterteilt nach Priorität und Phase:

Gesetzlich vorgeschriebene Unterlagen (Sofort nötig)

Diese Unterlagen müssen Sie bereits bei den ersten Besichtigungen bzw. vor Verkaufsstart vorliegen haben:

Energieausweis:
  • Muss potenziellen Käufern spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden.
  • Unterscheidung zwischen Bedarfsausweis (Pflicht bei älteren Häusern mit unter 5 Wohneinheiten) und Verbrauchsausweis.

Grundbuchauszug (aktuell, max. 3 Monate alt):
  • Zeigt die Eigentumsverhältnisse sowie eventuelle Belastungen (Grundschulden, Wegerechte, Nießbrauch).
  • Erhältlich beim zuständigen Grundbuchamt (Amtsgericht).

Technische & bauliche Unterlagen (Für Exposé & Bank des Käufers)

Die Finanzierungsbank des Käufers prüft die Immobilie genau. Dafür werden folgende Bauunterlagen benötigt:

Bauzeichnungen & Grundrisse:
Maßstabsgetreue Pläne aller Etagen inklusive Schnittzeichnungen und Ansichten.

Wohn- und Nutzflächenberechnung:
Detaillierte Aufstellung der Quadratmeterzahl nach WoFlV (Wohnflächenverordnung).

Umbau- und Baubeschreibung:
Informationen zur Bauweise, Materialien und nachträglichen An- oder Umbauten.

Flurkarte / Liegenschaftskarte (aktuell):
Amtlicher Lageplan des Grundstücks (erhältlich beim Katasteramt/Landesamt für Vermessung).

Nachweise über Modernisierungen/Sanierungen:
Rechnungen und Belege (z. B. Dach, Heizung, Fenster, Dämmung), um den Zustand zu belegen.

Finanzielle & behördliche Unterlagen

Berechnung des umbauenden Raumes (Kubatur / Brutto-Rauminhalt):
Wird oft von Banken für die Wertermittlung verlangt.

Grundsteuerbescheid (aktuell):
Zeigt die jährliche Grundsteuerbelastung.

Gebäudeversicherungsnachweis:
Nachweis über die Wohngebäudeversicherung (geht beim Verkauf automatisch auf den Käufer über).

Baulastenverzeichnis-Auszug:
Bestätigt, ob Baulasten auf dem Grundstück liegen (erhältlich bei der Bauaufsichtsbehörde).

Altlastenverzeichnis-Auszug:
Nachweis, dass keine Altlasten (z. B. chemische Rückstände) im Boden vorliegen.

Speziell bei vermieteten Häusern oder Eigentumswohnungen

Sollten Sie ein vermietetes Haus oder ein Haus auf Erbbaurecht verkaufen:

Bestehende Mietverträge:
Inklusive Vereinbarungen zu Mieterhöhungen und Kautionsnachweis („Kauf bricht nicht Miete“).

Erbbaurechtsvertrag:
Falls das Grundstück nicht Ihr Eigentum ist, sondern gepachtet wurde.

Übersicht & Checkliste für den Notartermin

Wenn der Käufer gefunden ist, benötigt der Notar für den Kaufvertrag:

1.Personalausweis / Reisepass (aller Eigentümer)
2.Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID)
3.Aktueller Grundbuchauszug
4.Löschungsbewilligung (falls die eigene Hypothek/Grundschuld bereits abbezahlt ist)

Tipp

Beschaffen Sie den Grundbuchauszug, die Flurkarte und den Energieausweis am besten als Erstes, da Ämter und Energieberater oft ein paar Wochen Bearbeitungszeit benötigen.